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Umbau eines Proberaumes

Der Bau einer Raum-in-Raum-Konstruktion – Die Akustik verbessern, Schallübertragungen reduzieren und Schallbelastungen senken

Schallisolierung im Proberaum

 

Innenausbau und Fertigstellung des Proberaumes

 

Mit den tapezierten und gestrichenen Wänden geht es nun an die letzten Arbeiten und Details, um den Proberaum endgültig fertigzustellen. Auf die Bautenschutzmatten wird ein Vinylboden verlegt. Dieser ist einfach zu installieren (Click Mechanismus) und kann in verschiedenen Designs passend zum raum ausgewählt werden. Ggf. kann noch ein Teppich verlegt werden, auch wenn die akustischen Effekte hierbei nicht die größten sind. Der Schall wird durch den Teppich etwas gestreut bzw. absorbiert und die Nachhallzeit im Raum leicht gesenkt.

 

Akustikelemente an den Wänden

 

An den Wänden werden nun die Akustikelemente montiert. Sie werden auf die vorher angebrachte Unterkonstruktion geschraubt.

In meinem Proberaum habe ich mich für Rigips Lochplatten mit einer Schicht Fleece dahinter entschieden. Durch die Löcher wird die Oberfläche der Platten vergrößert und es erfolgt eine Streuung des Schalls. Zudem wird ein Teil der Schallenergie durch die Platten und das Fleece absorbiert. Dadurch wird die Nachhallzeit im Raum (hierunter versteht man wenn der Schallpegel um 60dB gesenkt wird) deutlich reduziert. Wie bereits in den vorherigen Folgen angeklungen ist, solltet ihr darauf achten, dass ihr ein ausgewogenes Verhältnis aus absorbierenden und reflektierenden Flächen erreicht, um einen guten Klang zu erreichen.

Deshalb kann an dieser Stelle nicht pauschal gesagt werden, wie viele Elemente ihr benötigt. Dies müsst ihr für euch passend auswählen, ausprobieren oder im besten Fall sogar einmessen lassen.

 

Je nach er Form, der Größe und der Ausstattung eures Raumes macht es Sinn, zusätzlich Bassabsorber in den Ecken des Raumes aufzustellen. Insbesondere wenn sich hier die tiefen Frequenzanteile sammeln, könnt ihr durch diese Absorber ein noch ausgewogeneres Klangbild erreichen.

 

Auf die Positionen der Akustikelemente achten

 

Auf jeden Fall solltet ihr Akustikelemente in Kopfhöhe positionieren, damit direkte Schallreflexionen zurück zu eurer Position reduziert werden. Hierdurch senkt ihr insbesondere die Belastungen für euer Gehör.

 

Hinter die (weiß) gestrichenen Akustikplatten wurde mittels LED Streifen eine indirekte Beleuchtung installiert, die dem Raum farbliche Elemente verleiht.

Eine Schallschutztür sorgt im Raum für eine weitere Schallisolation nach außen hin. Durch diese entsteht mit der ursprünglichen Tür des Raumes eine Art Schleuse. Wir haben jetzt also eine doppelte Tür im Proberaum, was insgesamt die Schallisolierung verstärkt. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, dass eine dieser Türen eine Schallschutztür ist, da diese aufgrund ihrer Bauweise deutlich bessere Schallisolationswerte haben als normale Türen.

Am Boden wurde durch den gesamten Raum ein Kabelkanal gelegt. Wie in den vorherigen Folgen bereits erwähnt wurde, kommt die Stromzuleitung über den Sicherungskasten durch eine kleine Bohrung in der Hauptwand. Die Zuleitung wird dann in den Kabelkanal gelegt, so dass hierüber der gesamte raum mit Strom versorgt wird. Steckdosen werden nun an die gewünschten Stellen im Kabelkanal eingesetzt. Spart hier bitte nicht am falschen Ende und nehmt nicht zu wenige Steckdosen. Im Proberaum braucht man immer wieder an den unterschiedlichen Positionen im Raum Strom. Über den Kabelkanal werden auch die Geräte (in meinem Raum z.B. der Flachbildfernseher), die ihr im Raum nutzt mit Strom versorgt. Deren Leitungen könnt ihr somit in der Wand verstecken, so dass keine Kabel unnötig im Raum hängen. Dies schafft eine elegante Optik und macht direkt einen ordentlichen Eindruck.

 

Abschließend installiert ihr alle Geräte oder Utensilien, die ihr in eurem Proberaum benötigt und stattet den Raum mit den notwendigen Regalen, Schränken oder was ihr in eurem Raum braucht aus.

 

Hier seht ihr den fertigen Proberaum, in dem jetzt das Instrument seinen Platz findet und ihr in angenehmer Atmosphäre und bei einem guten Klang Musik machen könnt. Mit den genannten Maßnahmen klingt euer Raum nicht nur richtig gut, sondern ihr reduziert gleichzeitig die Belastungen für euer Gehör. Und nicht zuletzt profitieren Nachbarn und Mitbewohner im Haus von den deutlich niedrigeren Schallübertragungen.

Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, den Proberaum entsprechend zu gestalten. Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Renovieren eures Proberaumes. Hier geht es dann noch zur letzten Videofolge.

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