Florian Fochs | Folge 4 – Detailarbeiten zur Schallisolierung
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Umbau eines Proberaumes

Der Bau einer Raum-in-Raum-Konstruktion – Die Akustik verbessern, Schallübertragungen reduzieren und Schallbelastungen senken

Schallisolierung im Proberaum

 

Detailarbeiten zu einer sehr guten Schallisolierung

 

In dieser Folge geht es zunächst darum, die Deckenkonstruktion mit Dämmwolle auszukleiden und die Decke ebenfalls mit Rigipsplatten zu beplanken. Nach diesen Arbeitsschritten haben wir die Raum-in-Raum-Konstruktion ohne Kontakt zum Mauerwerk oder der Decke geschlossen. Achten müsst ihr bei der Decke darauf, dass keine (zu) schweren Gegenstände an der Decke hängen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die freischwebende Decke durchhängt.

 

Verspachteln der Rigipsplatten

 

Nachdem alle Wände sowie die Decke mit Rigips beplankt sind, werden die Fugen verspachtelt. Unter die Spachtelmasse werden dabei noch Fugendeckstreifen eingesetzt. Dies ist ein kleines Drahtgeflecht, welches die Stabilität erhöhen und das Entstehen von Haarrissen verhindern soll.

Ein weiterer wichtiger Grund hierfür ist, dass durch die Spachtelmasse die Lücken zwischen den Rigipsplatten geschlossen und damit Schallbrücken verhindert werden. Weiterhin entsteht nun eine komplett ebene Fläche, die für die weiteren Arbeitsschritte (Tapezieren, Streichen) als Grundlage dient. Nach dem Verspachteln solltet ihr der Masse ausreichend Zeit geben, um zu trocknen. Am besten sind zwei bis drei Tage, so dass die Spachtelmasse vollständig getrocknet ist.

Ausfugen um Schallbrücken zu verhindern

 

Weiterhin werden die Fugen, die am Boden und an den Decken entstehen, mit Acryl ausgespritzt. Auch hierbei geht es vor allem darum, Schallbrücken zu vermeiden und die Schalldurchlässigkeit zu reduzieren.

Allgemein müsst ihr dafür sorgen, dass jegliche Spalten oder Lücken vermieden oder aber mit entsprechenden Materialien geschlossen werden. Hier ist große Sorgfalt gefragt, denn noch so kleine Lücken können das Ergebnis am Ende massiv beeinflussen und zu einer deutlich geringeren Schallisolation führen.

Rauhfasertapete zur Streuung des Schalls

 

Nach der Trocknung der Spachtelmasse und der Fugenmasse geht es an das Tapezieren des Raumes. Hier empfiehlt sich eine Rauhfasertapete. Diese hat eine grobe, rauhe Oberflächenstruktur, was in kleinem Maße bereits für eine Streuung des Schalls in unterschiedliche Richtungen sorgt. Dadurch werden die direkten Schallreflexionen reduziert. Diese Streuung sorgt in gewissem Maße schon für eine Reduzierung das Hallens im Raum. Zudem entstehen weniger direkte Schallreflexionen, die von den Wänden direkt wieder zur Schallquelle, also eurem Instrument, zurückgesendet werden. Dadurch sinken vor allem die Belastungen für das Gehör. Durch die Streuung des Schalls erreichen die Reflexionen nicht unmittelbar erneut den Musiker. Bis der Schall wieder hierhin zurückgelangt, verliert er bei mehrmaligen Reflexionen an Energie. Aus diesen Gründen ist eine Rauhfasertapete sinnvoller als eine glatte Tapete oder als gestrichene Wände.

 

Der Anstrich der Decken und Wände ist der nächste Schritt, bevor mit einer Deckenlampe, Rohrschellen an der Decke oder der Wandhalterung für einen Flachbildfernseher die ersten Ausstattungselemente an ihre Position kommen und der Fertigstellung immer näher bringen.

 

Auch diese Arbeitsschritte könnt ihr euch wieder im Video anschauen.

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