Florian Fochs | Folge 2 – Schallisolierung im Proberaum
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Umbau eines Proberaumes

Der Bau einer Raum-in-Raum-Konstruktion – Die Akustik verbessern, Schallübertragungen reduzieren und Schallbelastungen senken

Schallisolierung 

 

Die ersten grundlegenden Schritte zur Schallisolierung im Proberaum

 

Nachdem ihr euch ein Bild über die Gegebenheiten in eurem Raum gemacht habt, kann es ja nun endlich losgehen, damit der Proberaum bald in neuem Glanze erstrahlt.

 

Der erste Schritt, den ihr vollziehen müsst, ist das Verlegen eines Unterbodens. Der Boden ist der Bereich, bei dem wir den Kontakt zwischen dem ursprünglichen Raum und eurer Raum-in-Raum-Konstruktion nicht verhindern können – schließlich können wir den Raum nicht zum Fliegen bringen.

 

Ein geeigneter Unterboden zum Reduzieren des Körperschalls

 

Deshalb müsst ihr eine Möglichkeit finden, die Schallübertragung (hier insbesondere Körper- sowie Trittschall) über den Boden zu verringern. Bei Schlagzeugern sorgt beispielsweise die Bass Drum oder beim Bassisten der auf dem Boden stehende Amp für Schallfrequenzen, die über den Boden übertragen werden. Deshalb müsst ihr für eine Unterkonstruktion sorgen, die diese Schallübertragung reduziert. In meinem Proberaum wurde ein Gummiboden als Unterschicht verlegt. Matten, die man unter die Waschmaschine legt oder Bautenschutzmatten aus Gummi eignen sich hierfür sehr gut. Sie sind aus einem deutlich weicheren Material als der Betonboden. Je größer die Materialunterschiede sind, desto weniger Schall wird von einem Material auf das andere weitergegeben. Solche Bautenschutzmatten bekommt ihr für wenig Geld im Baumarkt. Als Alternative könnt ihr auch ein Gitternetz aus Kanthölzern auf den Boden legen. Aber auch hier dürft ihr eine Entkopplung durch ein weiches Material wie Gummi nicht vergessen.

 

Ständerkonstruktion aus U-Profilen

 

Der nächste Arbeitsschritt, das Aufstellen des Ständerwerks, ist die Grundlage für die Raum-in-Raum-Konstruktion.

So genannte U-Profile werden als Ständerwerk außen an der Wand entlang aufgestellt. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass das dieses keinerlei Kontakt zum Mauerwerk hat. Solche Kontakte stellen Schallbrücken dar, über die der Schall direkt auf das Mauerwerk übertragen wird und der gewünschte Effekt der Isolierung verringert wird bzw. verloren geht.

Das U-Profil-Ständerwerk wird anschließend mit Dämmwolle ausgekleidet. Mit der Dämmwolle haben wir ein Material, das den Schall sehr gut absorbiert. Je dicker ihr die Dämmung gestaltet, desto geringer wird die Schallübertragung sein. Dies wird zusätzlich durch die Breite des Spaltes beeinflusst, der zwischen der neu errichteten Wand und dem Mauerwerk ist – je breiter, desto stärker die Schallreduzierung, da Luft ebenfalls ein guter Isolator ist. Hierbei gibt es oftmals nur das Problem, dass die genutzten Räume nicht all zu groß sind und man viel Platz verliert, je breiter der Spalt wird. Unbedingt solltet ihr darauf achten, dass die Dämmwolle sehr dicht und lückenlos in die Profile eingebracht wird, um Schallbrücken zu vermeiden.

Nach der vollständigen Auskleidung wird das Ständerwerk mit Rigips beplankt. Bei Rigips handelt es sich ebenfalls um ein Material, welches den Schall gut absorbiert. Dabei werden Rigipsplatten auf die U-Profile geschraubt. Diese sollten mindestens eine Schicht, gerne auch zwei oder gar mehrere Schichten dick sein. Auch hier gilt: Je dicker, desto stärker die Isolierung.

Wie ihr aus meinen Ausführungen feststellen könnt, ist die Wanddicke ein ganz entscheidendes Kriterium für die Reduzierung der Schallübertragung nach außen. Im Idealfall hätte man sehr dicke Wände aus Stein (die jedoch deutlich dicker sein müssten als unsere normalen Hauswände). Dies ist im Alltag fast nicht zu realisieren, so dass wir auf die Variante mit den U-Profilen zurückgreifen und eine zweite Wand einziehen. Diese ist im beschriebenen Fall etwa 12 cm dick. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass die neu errichteten Wände keinen Kontakt zum Mauerwerk haben dürfen.

 

So, jetzt habe ich euch die ersten grundlegenden Arbeitsschritte beschrieben, welche ihr auch nochmals im Video nachverfolgen könnt. Jetzt erst mal viel Spaß bei der konkreten Planung eures Raumes und den ersten Schritten der Umsetzung.

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