Florian Fochs | Fit for Music – Das Buch
1995
page-template,page-template-full_width,page-template-full_width-php,page,page-id-1995,page-child,parent-pageid-410,woocommerce-no-js,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,qode-content-sidebar-responsive,columns-4,qode-theme-ver-16.6,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.1,vc_responsive

Fit for Music

Der Praxis Guide mit Tipps & Tricks für Musiker und Bands

Die Idee von Fit for Music

Oftmals machen sich Eltern von Kindern und Jugendlichen gewisse Sorgen, dass das Musik machen und hier insbesondere das Schlagzeug spielen aufgrund der hohen Lautstärken gefährlich sei. Als Schlagzeuger und gerade als Schlagzeuglehrer werde ich immer wieder von besorgten Eltern angesprochen, was man denn gegen die hohe Lautstärke tun könne, um das Gehör zu schützen.

Aus den eigenen Erfahrungen als Live-Drummer für diverse Band- und Musical-Projekte kann ich aus einer großen und vor allem vielseitigen Erfahrung sprechen, wie sich das Problem mit hohen Lautstärken in unterschiedlichen musikalischen Situationen verhält. Eine Rockband ist ein anderes Umfeld als ein klassisches Orchester. Eine Big Band oder ein Musikverein spielen in anderen Umfeldern als eine Tanzband. In einem Orchestergraben eines Musical Theaters ist die Akustik anders als auf einer großen Bühne auf einem Stadtfest. Aber alle Live-Situationen haben eines gemeinsam: Das Musik machen sorgt für gewisse Lautstärken und somit auch für Belastungen für unser Gehör.

Aber: Deshalb jetzt pauschal zu behaupten, dass das Musik machen schädlich für das Gehör und damit gleichzeitig gefährlich ist, ist einfach zu pauschal.

Natürlich entstehen in den unterschiedlichen Situationen teilweise hohe Lautstärkepegel. Das ist zweifellos richtig. Das ist auch beim Unterrichten für Musiklehrer und Schüler und beim Üben des eigenen Instruments so. Auch der Konzertbesuch, die Stereoanlage im Wohnzimmer, das Musik hören per Kopfhörer über Handy oder MP3 Player oder auch verschiedene Alltagssituationen wie Fahrzeuge, Baumaschinen oder Gartengeräte sorgen für hohe Lautstärken.

 

Das bedeutet also noch nicht, dass Musik machen automatisch gefährlich ist. Zweifellos richtig ist der auch, dass ich bei hohen Lautstärken mein Gehör schützen muss. Wenn ich an einer Kreissäge arbeite sollte ich Gehörschutz tragen. Wenn ich zu Hause Musik höre sollte ich auf die Lautstärke achten. Und genau so sollte ich beim Musik machen das Risiko für Belastungen im Blick haben.

 

Das Risiko im Blick und Maßnahmen für die jeweilige Situation

Grundsätzlich hält unser Gehör einiges aus und nicht jede laute Situation ist auch gleichbedeutend mit einem Gehörschaden. Aber das Risiko besteht immer und es kann immer sein, dass durch laute Ereignisse unser Gehör geschädigt wird. Deshalb müssen wir immer dieses Risiko im Blick haben. gerade dann, wenn wir regelmäßig solchen Situationen ausgesetzt sind.

 

Dann sind wir auch in der Lage, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um unser Gehör zu schützen. Ein Bauarbeiter, der mit dem Presslufthammer arbeitet, trägt immer einen Kopfhörer, um seine Ohren zu schützen. Ein Forstarbeiter hat beim Umgang mit der Motorsäge immer seinen Gehörschutz auf. Und genau so sollte man als Musiker in bestimmten Situationen seinen Gehörschutz anlegen. Gerade für Musiker ist das Hören ja schließlich einer der wichtigsten unserer Sinne. Ohne Hören ist das Musik machen nicht mehr das selbe. Damit wir möglichst lange etwas von einem guten Gehör haben, müssen wir uns den Risiken bewusst sein und verschiedene Maßnahmen ergreifen.

 

Verschiedene Maßnahmen für unterschiedliche Situationen

Das Musik machen und die Situationen, in der Menschen mit ihrem Instrument agieren sind extrem vielseitig. Deshalb kann man auch nicht sagen, dass es DIE EINE Maßnahme gibt, um sich vor zu hohen Lautstärken zu schützen. Fit for Music ist ein Praxis-Ratgeber, der sich genau mit diesen Themen befasst.

Dies beginnt bereits bei dem Raum, indem wir spielen bzw. üben. Der Aufbau des Raumes, seine Gestaltung und Ausstattung spielen eine maßgebliche Rolle für die Lautstärke. Hier werden Aspekte wie die Ausstattung des Raumes, die Gestaltung von Wänden oder Decken oder das Nutzen verschiedener Akustikelemente thematisiert. Aber auch die Position der Instrumente oder die Aufstellung einer Band im Proberaum werden angesprochen. 

Weiterhin wird das Agieren auf der Bühne thematisiert. Die Aufstellung der Band, die Positionen der Instrumente und Verstärker und das Monitoring sind zentrale Themen, die in Fit for Music behandelt werden. Das In-Ear-Monitoring wird als ein gesondertes Kapitel unter dem Schwerpunkt Gehörschutz angesprochen. Gerade in der heutigen Zeit ist diese Variante des Monitorings immer häufiger vertreten und wird deshalb auch schwerpunktmäßig besprochen. Dabei geht es nicht nur darum, wie In-Ear-Monitoring überhaupt funktioniert, sondern es werden Mit der Auswahl der Ohrstöpsel (Otoplastik), der Kopfhörer oder der Übertragungswege alle relevanten Bereiche besprochen.

Der Gehörschutz selbst stellt natürlich auch einen Schwerpunkt in Fit for Music dar. Hierfür gibt es natürlich auch unzählige Möglichkeiten. Kopfhörer, Schaumstoffstöpsel oder Maßanfertigungen – Was ist denn für mein Einsatzgebiet die richtige Variante? Aufgrund der großen Zahl an Möglichkeiten werden diese im Praxis-Ratgeber aufgezeigt, so dass jeder für sein Einsatzgebiet die für sich beste individuelle Lösung findet. 

 

Neben diesen genannten Maßnahmen im Hinblick auf das Agieren im Proberaum und auf der Bühne und die Nutzung eines Gehörschutzes werden zusätzlich verschiedene Maßnahmen angesprochen, die das eigene Üben und das Unterrichten betreffen. Hier geht es zum Beispiel auch um die persönliche Einstellung zu dem Thema aber auch um organisatorische Maßnahmen wie die Struktur des Übens oder das Arbeiten mit Musikschülern. Gerade hier bieten sich durch etwas Disziplin und einer richtigen Einstellung viele Möglichkeiten, Belastungen für das Gehör und damit das Risiko für Schäden zu senken, ohne dass dabei immer der Zeigefinger erhoben werden muss. 

 

Nicht zuletzt haben jedoch auch viele Musiker Probleme bzw. Beschwerden mit ihrem Gehör. In Fit for Music werden neben den genannten Maßnahmen zur Belastungsreduzierung auch typische Erkrankungen bzw. Schäden des Gehörs und vor allem verschiedene Symptome, anhand derer ihr die Schäden erkennen könnt, aufgezeigt.

Inhalte von Fit for Music

Gestaltung Proberaum

Bühnenauftritt

Proben und Üben

In-Ear-Monitoring

Gehörschutz

Leseproben

Hier könnt ihr einen kleinen Einblick in den Praxis-Guide Fit for Music bekommen.

X